
AGB
Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
Michael Leithaus – Mediation, Coaching und Beratung - konsenswandel.de
§ 1 Geltungsbereich
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen
Michael Leithaus, freiberuflich tätig (nachfolgend „Anbieter“), und seinen Klientinnen und Klienten (nachfolgend „Kunde“), die Leistungen im Bereich Mediation, Coaching und Beratung betreffen – sowohl online als auch vor Ort.
(2) Es gelten die gesetzlichen Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) und des Mediationsgesetzes (MediationsG) in der jeweils gültigen Fassung.
Abweichende oder ergänzende Vereinbarungen sind nur wirksam, wenn sie schriftlich getroffen werden.
§ 2 Vertragsgegenstand und rechtliche Einordnung
(1) Die Tätigkeit des Anbieters umfasst insbesondere:
-
Mediation gemäß § 1 Abs. 1 MediationsG (strukturierte, freiwillige Verfahren zur konstruktiven Beilegung von Konflikten durch die Parteien selbst),
-
Coaching und Beratung als individuelle Prozessbegleitung zur Förderung persönlicher und beruflicher Entwicklung.
(2) Es handelt sich nicht um Rechtsberatung, psychotherapeutische oder medizinische Behandlung.
Der Anbieter ist kein Rechtsanwalt, Arzt oder Psychotherapeut.
Eine Erfolgsgarantie wird nicht geschuldet (§ 611 BGB).
(3) Grundlage der Mediation ist stets die Eigenverantwortlichkeit der Parteien (§ 1 Abs. 2 MediationsG).
Der Anbieter trifft keine Entscheidungen und erteilt keine rechtlichen Weisungen.
§ 3 Pflichten des Mediators nach dem Mediationsgesetz
(1) Der Anbieter verpflichtet sich gemäß § 2 Abs. 1 MediationsG, das Verfahren unabhängig und neutral zu führen und die Beteiligten gleich zu behandeln.
(2) Er unterliegt der gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht nach § 4 MediationsG.
Diese umfasst alle im Rahmen der Mediation bekannt gewordenen Tatsachen und darf nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Beteiligten offengelegt werden.
(3) Der Anbieter hat gemäß § 3 MediationsG offenzulegen,
wenn Umstände vorliegen, die geeignet sind, seine Unabhängigkeit oder Neutralität zu beeinträchtigen. In einem solchen Fall entscheidet der Kunde, ob die Mediation fortgeführt werden soll.
(4) Der Anbieter verpflichtet sich zur regelmäßigen Fortbildung und Qualitätssicherung seiner Tätigkeit (§ 5 MediationsG).
§ 4 Vertragsabschluss
(1) Ein Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde einen Termin mündlich, schriftlich oder elektronisch bucht
und der Anbieter diesen bestätigt (§ 145 ff. BGB).
(2) Bei Mediationen kann vor Beginn ein schriftlicher Mediationsvertrag abgeschlossen werden,
in dem Ziel, Rahmenbedingungen, Kosten und Vertraulichkeit nochmals konkretisiert werden.
(3) Der Anbieter behält sich vor, Termine aus wichtigem Grund (z. B. Krankheit) zu verschieben.
In diesem Fall wird zeitnah ein Ersatztermin angeboten; Schadensersatzansprüche sind ausgeschlossen (§ 275, § 280 BGB).
§ 5 Vergütung und Zahlungsbedingungen
(1) Die Höhe der Vergütung richtet sich nach den individuell vereinbarten Honorarsätzen (§ 612 BGB).
Sofern keine gesonderte Vereinbarung getroffen wurde, gilt das vorab kommunizierte Honorar.
(2) Rechnungen sind ohne Abzug nach Erhalt zur Zahlung fällig (§ 271 BGB).
Der Anbieter ist Kleinunternehmer gemäß § 19 UStG, daher wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen.
§ 6 Absage, Stornierung und Rücktritt
(1) Terminabsagen sind bis 24 Stunden vor dem vereinbarten Termin kostenfrei möglich.
(2) Bei Absagen innerhalb von 24 Stunden vor dem Termin oder bei Nichterscheinen
wird das volle Honorar in Rechnung gestellt (§ 615 BGB – Annahmeverzug des Auftraggebers).
(3) Maßgeblich für die Rechtzeitigkeit ist der Zeitpunkt des Eingangs der Absage beim Anbieter
(per E-Mail, Telefon oder schriftlich).
§ 7 Haftung
(1) Der Anbieter haftet für Schäden nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit (§ 276 BGB).
Bei leichter Fahrlässigkeit haftet er nur, wenn eine wesentliche Vertragspflicht verletzt wird,
beschränkt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden.
(2) Die Teilnahme an Coaching-, Beratungs- oder Mediationssitzungen erfolgt auf eigene Verantwortung. Für Entscheidungen, Handlungen oder Ergebnisse des Kunden übernimmt der Anbieter keine Haftung.
§ 8 Vertraulichkeit und Datenschutz
(1) Der Anbieter verpflichtet sich zur Vertraulichkeit gemäß § 4 MediationsG
und behandelt sämtliche Informationen streng vertraulich.
(2) Aufzeichnungen oder Notizen dienen ausschließlich der Durchführung des Verfahrens
und werden vertraulich verwahrt oder nach Abschluss vernichtet.
(3) Personenbezogene Daten werden nur im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen (DSGVO, BDSG) verarbeitet.
§ 9 Keine Erfolgsgarantie
Der Anbieter schuldet keinen bestimmten Erfolg der vereinbarten Dienstleistung.
Die Durchführung von Mediation, Coaching oder Beratung erfolgt nach bestem Wissen und Gewissen,
jedoch liegt die Verantwortung für Entscheidungen, Handlungen und Ergebnisse ausschließlich bei den Klientinnen und Klienten. Ein bestimmtes Ergebnis – etwa das Zustandekommen einer Einigung, eine Verhaltensänderung oder ein bestimmter persönlicher oder beruflicher Erfolg – wird ausdrücklich nicht geschuldet (§ 611 BGB).
§ 10 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt deutsches Recht (§ 27 EGBGB).
(2) Gerichtsstand ist – soweit zulässig – der Wohnsitz des Anbieters (§ 29 ZPO).
(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden,
bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt (§ 306 BGB).
Anstelle der unwirksamen Klausel gilt die gesetzliche Regelung.
Stand: Oktober 2025
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